40 Jahre Linkswende

Vom 19.-21. Juni findet in München der Bundeskongress der Jusos statt.

München ist für die Geschichte der Jusos ein historischer Ort. Vor 40 Jahren fand hier die sogenannte Linkswende des Juso-Verbandes statt. Im Zuge der gesellschaftspolitischen Veränderungen in den 60er Jahren (z.B. große Koalition, Vietnamkrieg, Notstandsgesetze etc.), hielten marxistische Kapitalismuskritik und -analyse auch bei den Jusos Einzug. Der Verband rückte deutlich nach Links.

Auf dem Bundeskongress in München 1969, wurde der amtierende parteikonforme Bundesvorsitzende Peter Corterier abgewählt und durch den marxistisch orientierten Karsten Voigt ersetzt. Die Jusos vollzogen so, auch personell, den Schritt von der angepassten Parteijugend zu einem sozialistischen, feministischen und internationalistischen Richtungsverband innerhalb der SPD.

Mehr zu Linkswende und Geschichte sowie zum Selbstverständnis der Jusos.

Der Juso-Bundesverband hat mit einer Reihe von Veranstaltungen auf das 40-jährige Jubiläum der Linkswende aufmerksam gemacht und auf dem Bundeskogress in Weimar 2008 das Thesenpapier „Für eine Linke der Zukunft“ beschlossen, dass sich mit den Anforderungen an linke Politik im 21. Jahrhundert beschäftigt und eine Art „Grundsatzprogramm“ der Jusos darstellen.

Für alle die sich näher mit der programmatischen Entwicklung der Jusos Beschäftigen wollen sind die „53 Thesen des Projekts moderner Sozialismus“ von 1989 interessant.

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