Erneute Subventionierung der Jacobs Uni nicht zu vermitteln

19.10.2012 — Jusos: Für die „Elite“ darf nicht Geld da sein, während Bremens eigene Hochschulen leer ausgehen.

Die Bremer JungsozialistInnen bezeichnen die mögliche erneute staatliche Subventionierung der privaten Jacobs University als „Schlag ins Gesicht aller Studierenden, die derzeit an den Bremer Hochschulen in den Hörsälen auf den Treppen sitzen, in Pflichtseminaren keinen Platz bekommen oder immer noch ein bezahlbares Zimmer suchen.“

Staatlich finanzierte Hochschulen sollten jungen Menschen unabhängig vom Geldbeutel der Eltern Zukunftschancen eröffnen, Demokratie leben und sich in der Forschung dem gesellschaftlichen Wohl verpflichten. Private Hochschulen hingegen hielten sich nicht an das Hochschulgesetz. „Das sollte man nicht auch noch subventionieren“, so der Juso-Landesvorsitzende Falk Wagner. „Die öffentlichen Hochschulen gehen auf dem Zahnfleisch. Es wäre niemandem der Betroffenen zu vermitteln, wenn eine private Uni Geld bekäme, während Bremens eigene Hochschulen leer ausgehen.“

Dass die in der Schweiz ansässige Jacobs Foundation einen Zuschuss Bremens einst zur Bedingung für ihre Spende an die Privatuni machte, war nach Ansicht der Jusos politische Erpressung. „Nichts anderes wären es auch diesmal wieder. Die JUB sollte und wollte niemals laufende öffentliche Gelder bekommen. Dieses Versprechen wurde schon einmal gebrochen. Ein weiteres Mal wäre kein gutes Signal für die politische Standhaftigkeit des Senats.“

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Nachtrag:
Der Weser Kurier berichtet und zitiert uns.

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