Am 22. Juli jähren sich die Anschläge von Norwegen zum vierten Mal, bei denen in der Innenstadt von Oslo und bei einem Sommerlager der norwegischen Arbeiterjugend (AUF) auf Utøya 77 Menschen ihr Leben verloren.  Die Jusos Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein veranstalten in diesem Jahr mehrere Gedenkveranstaltungen vor den norwegischen Konsulaten und möchten gemeinsam mit allen Interessierten ein Zeichen gegen Gewalt und Rassismus und für Solidarität und Demokratie setzen.
Am Mittwoch, den 22.07.2015,

vor dem norwegischen Konsulat in Bremen (Faulenstraße 2-12, Bremen)
Zum Hintergrund

Am 22. Juli 2011 ermordete der Rechtsradikale Anders Behring Breivik insgesamt 77 Menschen. Nachdem er mit einer Bombe im Osloer Regierungsviertel 8 Menschen ermordete, erschoss er 69 GenossInnen der AUF, der Jugendorganisation der sozialdemokratischen Arbeiderpartiet (Ap), und befreundeter Verbände auf der Insel Utøya.  Breivik handelte aus Hass und Angst vor einer angeblichen „Islamisierung Europas“ und vor „Kulturmarxismus“. Seine Gewalt richtete sich gegen unsere jungsozialistische Partnerorganisation, weil sich diese für eine tolerante Gesellschaft einsetzt. Inzwischen ist Anders Behring Breivik zur Höchststrafe von 21 Jahren Gefängnis und anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt worden. Doch Breiviks Ideologie, durch islamfeindliche Parteien und Websites verbreitet, ist leider noch lange nicht überwunden. Noch immer haben rechtspopulistische und rechtsextreme Parteien und Organisationen in Europa starken Zulauf, noch immer hetzen Nazis und Rassisten. Sie zu bekämpfen ist uns Mahnung und Auftrag.  Wir wollen frei von Diskriminierung und Gewalt leben, darum gedenken und mahnen wir. Der damalige Ministerpräsident Jens Stoltenberg (Ap) hat die richtige Antwort auf das Attentat gegeben: „Mehr Demokratie, mehr Offenheit, mehr Menschlichkeit“.

Jusos Bremen
Jusos Hamburg
Jusos Niedersachsen
Jusos Schleswig-Holstein