8. Mai: Kühne + Nagel muss sich zu seiner Verantwortung bekennen!

Am 8. Mai 2016, dem 71. Jahrestags des Ende des zweiten Weltkriegs in Europa, gedachten wir gemeinsam mit der GRÜNEN JUGEND Bremen den Opfern dieses Krieges und den Opfern des Nationalsozialismus8. Mai 2016 - Mahnwache Kühne + Nagel (1).

Besonders im Fokus stand für uns das Speditionsunternehmen Kühne + Nagel, im 19. Jahrhundert in Bremen gegründet und bis heute hier ansässig. Vor dessen Stammsitz an der Weser hielten wir eine Mahnwache ab. Während des Zweiten Weltkriegs hatten die Nazis in den besetzten Benelux-Staaten im Rahmen der Aktion M das Eigentum deportierter und vertriebener jüdischer Bürgerinnen und Bürger beschlagnahmt und nach Deutschland verfrachtet – die Logistik dafür stellte Kühne + Nagel.

Darüber hinaus gedachten wir besonders Adolf Maass, einem jüdischen Mitinhaber von Kühne+ Nagel, der aus dem Unternehmen gedrängt und später in Auschwitz ermordet wurde. Symbolisch benannten wir den Platz, auf dem wir die Mahnwache abhiel8. Mai 2016 - Mahnwache Kühne + Nagel (2)ten, in „Adolf-Maass-Platz“ um.

Dies war die erste dieser Aktionen von Kühne + Nagel, an der wir uns beteiligten, es wird aber sicherlich nicht die letzte sein. Das Unternehmen weige rt sich bis heute, trotz zahlreicher Belege von HistorikerInnen, seine Mitverantwortung an diesen Verbrechen der NS-Zeit anzuerkennen und aufzuarbeiten. Genau das muss aber geschehen! Deshalb werden wir auch weiterhin fordern, dass dieses Kapitel der Firmengeschichte beleuchtet und sich damit auseinandergesetzt wird!

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