Zu Besuch in der Hauptstadt Europas – Brüssel 2016

Nach längerer Planungsphase fuhr vom 21. bis 23. Juni 2016 eine Delegation der Jusos Bremen gemeinsam mit weiteren jungen Menschen aus Bremen, Bremerhaven und umzu in die „Hauptstadt Europas“, nach Brüssel. Am Morgen des Dienstag ging es los und ohne Probleme bis nach Brüssel, gut unterhalten von Busfahrer Norbert, der während der Pausen gerne auch ein Käffchen ausschenkte.

In Brüssel angekommen ging es auch gleich los mit einem Stadtrundgang – im strömenden Regen. Wie wir lernten ist dieser in Brüssel genauso üblich wie in Bremen und Bremerhaven – wodurch wir uns gleich heimisch fühlten. Von der Kathedrale über das Rathaus bis zum Männeken Pis – wir sahen alle wichtigen Sehenswürdigkeiten der durchaus sehenswerten Innenstadt.

Abschließend gab es ein Abendessen, bei dem wir uns zum ersten Mal mit unserem Europaabgeordneten Joachim Schuster trafen. Gulasch mit belgischen Fritten, was denn sonst!

 

Am Mittwoch sollte es dann volles Programm geben. Nach dem Frühstück ging es direkt ab zum DGB-Verbindungsbüro zur ersten Diskussion – Thema natürlich: Der bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht feststehende Brexit und wie man die EU retten kann.

Direkt danach ging es zum EU-Parlament. Zunächst nicht in den BesucherInnen-Bereich, sondern in den normalerweise für Abgeordnete reservierte, in dem wir aber einen Raum bekommen hatten, um mit einem Vertreter des European Youth Forum zu sprechen, einer Lobby- (oder selbsternannten Advocacy-) Group, die beinahe sämtliche relevanten Jugendorganisationen Europas vereint.

Erst danach ging es zum Gespräch mit Joachim Schuster in den Besucherbereich des tatsächlichen Parlaments. Neben dem Brexit ging es hier auch um die Freihandelsabkommen TTIP  und CETA, um die sich eine spannende Diskussion entwickelte. Nach einem Gruppenfoto verfolgten wir eine Stunde lang die Debatte im Europäischen Parlament – begonnen mit, und das war außergewöhnlich – einem Grußwort des israelischen Präsidenten Reuven Rivlin, der gleichzeitig hart, aber doch mit ausgestreckter Hand gegenüber den PalästinenserInnen auftrat. Am Folgetag würde dann Palästinenserpräsident Abbas im Parlament auftreten.

Den Abend ließen wir in einem Lokal mit dem vielsagenden Namen „Beer Mania“ ausklingen, wo wir zusammen mit den Jusos Brüssel (einer offiziellen deutschen Juso-Gliederung vor allem aus in Brüssel arbeitenden Jusos) und den ebenfalls besuchenden Jusos Leer das eine oder andere lokale und regionale Bier genossen.

Am Donnerstag folgten noch Besuche in der Ständigen Vertretung Bremens in Brüssel und beim lokalen Büro der Friedrich-Ebert-Stiftung. Obwohl die Kräfte aller Beteiligten schon deutlich nachgelassen hatten, diskutierten die eine oder der andere noch enthusiastisch über den Brexit.

Abschließend ging es noch kurz zum Atomium – und danach sollte es straight nach Bremen und Bremerhaven zurückgehen. Doch einige Zwischenfälle führten dazu, dass wir erst mit sechs Stunden Verspätung, also um 2 Uhr morgens, in Bremen und noch später in Bremerhaven ankamen.

Insgesamt hatten wir aber jede Menge Spaß und haben auch viel gelernt! Gerne wieder!

 

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