Einführung von 30 Freiminuten pro Fahrt bei bre.bike für alle Menschen unter 28 Jahren

Dieser Antrag wurde auf der Landesmitgliederversammlung der Jusos Land Bremen am 26. September 2026 beschlossen.

Allen Menschen unter 28 Jahren sollen die ersten 30 Minuten jeder Fahrt mit einem bre.bike kostenfrei möglich sein. In Bremerhaven soll ein vergleichbares Bike-Sharing-System aufgebaut werden.

Begründung

Mit bre.bike verfügt die Stadt Bremen in Kooperation mit nextbike über ein Fahrrad-Sharing-Angebot, das einen wichtigen Beitrag zu niederschwelliger und klimafreundlicher Mobilität leistet. Einige Unternehmen oder Institutionen haben bestehende Kooperationsverträge mit nextbike, die ihren Mitgliedern oder Kunden vergünstigte Konditionen ermöglichen. So können Studierende der Universität Bremen aufgrund eines Kooperationsvertrags zwischen der Verfassten Studierendenschaft und nextbike die ersten 30 Minuten jeder Fahrt kostenlos nutzen.

Diese einzelnen Kooperationsverträge sind jedoch weder dauerhaft tragfähig noch gerecht. Die erheblichen Kosten für einen solchen Kooperationsvertrag stellen für viele Organisationen eine große finanzielle Belastung dar. Dies zeigt sich beispielhaft an der Hochschule Bremen, die ihren Vertrag mit nextbike nach Auslaufen nicht verlängern konnte, da die Finanzierung aus dem regulären Haushalt nicht mehr möglich war.

Dies führt zu zwei Problemen:

Erstens hängen die Freiminuten von den finanziellen Möglichkeiten der Institutionen ab. Dadurch besteht eine dauerhafte Unsicherheit über den Fortbestand solcher Angebote.

Zweitens profitieren bislang nur einzelne Gruppen von den Vergünstigungen. Während Studierende der Universität Bremen die Freiminuten nutzen können, können Studierende anderer Hochschulen dies nicht. Ebenso gehen Auszubildende, Schülerinnen und Schüler und Freiwilligendienstleistende leer aus. Damit profitieren nicht alle jungen Menschen gleichermaßen.

Die Einführung von 30 kostenfreien Minuten pro Fahrt für alle Menschen unter 28 Jahren würde diese Ungleichbehandlung beseitigen. Gleichzeitig würden Hochschulen, Studierendenschaften und andere Institutionen finanziell entlastet werden, da teure Einzelverträge nicht länger erforderlich wären. Statt unterschiedlicher Sonderregelungen entstünde eine einheitliche, gerechte und langfristige Lösung.

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