Bericht aus Berlin

Unter dem Motto „Eine Stadt zwischen zwei Diktaturen“ sind die Bremer Jusos am Wochenende vom 26. bis 28. Oktober nach Berlin gereist.

Im „Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt“ konnten wir bei einer Führung Stationen jüdischen Lebens in Berlin entdecken und wurden außerdem über die Geschichte der Blindenwerkstatt selbst aufgeklärt, in der der Unternehmer Otto Weidt jüdische ArbeiterInnen – vorwiegend blinde und gehörlose – beschäftigte und versuchte, diese vor der Deportation durch die Nationalsozialisten zu schützen. Im Jüdischen Museum konnten wir uns dann allgemeiner zur Geschichte des Judentums in Deutschland und jüdischem Leben informieren.

Ganz im Zeichen der SED-Diktatur stand das Programm am Samstag. Zunächst begutachteten wir in der Bernauer Straße die letzten Überreste der Berliner Mauer samt des dazu gehörigen Dokumentationszentrums. Am Nachmittag konnten wir uns im früheren Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen ein noch genaueres Bild von der Unmenschlichkeit dieses Systems machen. Bei einer Führung durch die Zellen und Vernehmungsräume des Gefängnisses wurde uns dort verdeutlicht, welchen Repressionen körperlicher und psychischer Art Gegner des SED-Regimes ausgesetzt waren.

Die Mitreisenden Jusos und Gäste kehrten am Sonntagabend mit vielen neu gewonnenen Erkenntnissen und Eindrücken von der Berlinfahrt zurück.

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