Dicke Pötte und die Nordseekooperation: Das Seminar Maritime Wirtschaft

Ein Thema, das alle norddeutschen Bundesländer immer wieder umtreibt, sind natürlich die Häfen. Die norddeutschen Seehäfen stellen (auch in Bremen und Bremerhaven) an sich einen großen Wirtschaftsfaktor dar und sind für den Transport von Gütern im Im- und Export von enormer Bedeutung.

Aus diesem Grund haben wir an diesem Wochenende (21. bis 22. Mai) gemeinsam mit den Jusos aus den Bezirken Weser-Ems und Nord-Niedersachsen sowie Schleswig-Holstein ein Seminar ausgerichtet, um diesem wichtigen (wenn auch bei den Jusos eher selten diskutierten) Thema auf den Zahn zu fühlen.

Starten tat das Seminar bei wunderbarem Wetter in Hamburg, und zwar natürlich im Hamburger Hafen, wo wir zunächst eine Tour mit einer Fähre unternahmen, um uns auf das Thema einzustimmen. Im Anschluss ging es weiter Richtung Lüneburg in die dortige Jugendherberge, in der der Rest des Seminars stattfinden sollte.

Nach kurzer Begrüßung und Vorstellung ging es auch direkt in die Workshop-Phase, in der wir über Themen wie „Kooperation statt Konkurrenz“, die maritime Infrastruktur Deutschlands oder das Für und Wider der Elbvertiefung sprachen. Nach zwei Workshopphasen hatten alle vieles neues gelernt, sei es, wie viel TEU so ein „dicker Pott“ tragen kann oder, dass zwischen den norddeutschen Bundesländern eine „Nordsee-Hafenkooperation“ gibt.

Nach dem zwischenzeitlichen Abendessen besuchte uns Birgit Malecha-Nissen, Mitglied des Bundestags und dort Sprecherin der SPD-„Küstengang“, eines Zusammenschlusses der SPD-Abgeordneten der Küstenbundesländer. Mit ihr sprachen wir über alle möglichen Themen im Bereich Maritime Wirtschaft. So erläuterte sie uns z.B., warum es in der Vergangenheit oft weitreichende Zugeständnisse an die Reedereien gegeben habe und warum sie nun nicht mehr bereit sei, weitere mitzutragen. Es kam eine lebhafte Diskussion zustande.

Am zweiten Seminartag sammelten wir Inhalte, die uns wichtig waren und lasen Ausschnitte aus dem „Grundsatzpapier Maritime Wirtschaft“ des Bundestages. Wir stellten mit den gesammelten Informationen ein Konzept für eine gemeinsame Positionierung auf. Und dann war leider auch schon wieder Schluss.

Insgesamt war es ein sehr informatives Seminar, trotz dem oder gerade auch weil das Thema sonst selten Priorität bei uns Jusos hat. Ahoi!

 

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