Jusos sammeln über 600 Unterschriften: Für KiTas statt Betreuungsgeld!

01.06.2012 – Aktionstag der Jusos: Breite Mehrheit der BremerInnen lehnt das schwarz-gelbe Betreuungsgeld ab

Das von der Bundesregierung geplante Betreuungsgeld stößt bei den Menschen in Bremen auf deutlichen Widerstand. Über 600 Unterschriften konnten Jusos an ihrem Aktionstag zum Internationalen Kindertag am 01. Juni auf dem Bahnhofsvorplatz und in der Gerhard-Rohlfs-Straße in Bremen-Nord sammeln. „Vielen Bremerinnen und Bremern ist der KiTa-Ausbau vor Ort deutlich wichtiger als eine unsinnige Geldprämie, die Kinder von Bildungseinrichtungen fernhalten und alte Geschlechterrollen zementieren soll“, so der Juso-Landesvorsitzende Falk Wagner. Persönliche Unterstützung erhielten die Jusos auch durch den Bremer SPD-Landesvorsitzenden Andreas Bovenschulte, der die Jusos in ihrem Widerstand gegen die schwarz-gelbe „Fernhalteprämie“ bestärkt hat.

„Wir sind mit der Resonanz auf unseren Aktionstag sehr zufrieden“, so Falk Wagner weiter. „In persönlichen Gesprächen haben uns viele Menschen berichtet, wie unverständlich ihnen die schwarz-gelben Pläne zur Einführung eines Betreuungsgeldes sind“. Angesichts des ohnehin knappen Betreuungsangebots sei es Wahnsinn, Geld für eine Prämie hinauszuwerfen, das für den weiteren KiTa-Ausbau in Bremen und Bremerhaven fehlen wird. „Wir Jusos stehen deshalb an der Seite der jungen Familien und werden uns den familienfeindlichen Plänen von CDU/CSU und FDP energisch widersetzen“.

Erst Anfang der Woche hat Familienministerin Schröder ihren Gesetzentwurf zur Einführung eines Betreuungsgeldes ab Sommer 2013 veröffentlicht. Danach erhalten Eltern zunächst 100 Euro, wenn Kleinkinder zu Hause statt in einer Krippe oder bei Tagesmüttern betreut werden. Experten, Arbeitnehmer- und Arbeitgeberverbände sowie eine breite Öffentlichkeit lehnen die schwarz-gelbe Fernhalteprämie ab.

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