Die Jusos im Land Bremen lehnen eine Große Koalition im Bund inhaltlich strikt ab und fordern einen Mitgliederentscheid. Dazu erklärt der Juso-Landesvorsitzende Falk Wagner:

»Wir sind angetreten für einen klaren Politikwechsel im Bund. Der ist mit der Union nicht möglich. CDU und CSU vertreten ein Menschenbild, das unseren Idealen von Gleichheit und sozialer Gerechtigkeit zuwider läuft.

Die SPD steht unter anderem für einen bundesweit einheitlichen Mindestlohn, volle Gleichberechtigung für Homosexuelle, eine Mietpreisbremse, die doppelte Staatsbürgerschaft, Steuererhöhungen für Reiche und KiTa-Ausbau statt Betreuungsgeld. Bei diesen und weiteren Themen sind ehrliche Verbesserungen mit der Union unmöglich. Es ist Frau Merkels Problem, wie sie damit umgeht, keine Mehrheit für ihre Politik erhalten zu haben. Die SPD kann auch ohne Regierungsbeteiligung die parlamentarische Mehrheit für Mindestlohn, Ende der Zwei-Klassen-Medizin oder die doppelte Staatsbürgerschaft nutzen und das Leben vieler Menschen damit konkret verbessern. Opposition muss kein Mist sein!

Die SPD steht zu ihrem Wahlprogramm, weil sie es aus Überzeugung beschlossen hat. Aus Verantwortung vor ihren Wählerinnen und Wählern muss die Partei daran festhalten und darf sich keinesfalls als Mehrheitsbeschafferin der Union verdingen. Weitreichende Entscheidungen über eine Regierungsbeteiligung oder den Verbleib in der Opposition können in dieser schwierigen Situation nur per Mitgliederentscheid gefällt werden.«