Mietpreisbremse um Wohnheimausbau ergänzen

Die Jusos Bremen begrüßen den heute (5.8.) gefassten Beschluss des Senats, Mieterhöhungen in der Stadt Bremen stärker zu begrenzen. Das Problem des Wohnungsnotstands könne die Mietpreisbremse allein aber nicht lösen. „Die Mietpreisbremse ist dringend notwendig. Sie lindert das Problem, schafft aber noch keine neuen Wohnungen“, so der Juso-Landesvorsitzende Falk Wagner.

„Insbesondere für die tausenden neuen Studierenden, die pünktlich zum Wintersemester im Herbst nach Bremen kommen werden, wird die Wohnungssuche auch dieses Jahr eine Tortur. Auf sie warten lange Wartelisten für Wohnheime, überteuerte private „Residenzen“ am Campus und WG-Castings mit 50 und mehr BewerberInnen.“ Die JungsozialistInnen verweisen darauf, dass Bremen bei der Versorgung mit Wohnheimplätzen für Studierende nach Bundesländern weit hinten rangiert. „Wir fordern, dass das Land das Studierendenwerk wieder direkt beim Wohnheimbau unterstützt. Zudem muss Schluss sein mit dem Verkauf von Filetgrundstücken in Campusnähe an private Profitemacher!“

Die Jusos haben mit ihrer Forderung nicht nur die Gruppe der Studierenden im Blick. „Auszubildende, junge Familien und auch Flüchtlinge suchen oft Wohnungen in ähnlicher Größenlage. Eine Entlastung bei den kleinen Wohneinheiten hilft denjenigen, die es am dringendsten brauchen“, so die Jusos.

Von der Bundesregierung erwarten die Jusos die zügige Umsetzung weiterer Maßnahmen. Das Prinzip „Wer bestellt, bezahlt“ bei Maklergebühren sei eine Frage der Gerechtigkeit. Außerdem müsse die Mietpreisbremse auch für neue Mietverträge gelten. Wagner: „Gerade bei Neuvermietungen wird kräftig zugelangt. Hier ist die Bundesregierung am Zug“.

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